Jetzt bin ich hier übernehme das Sein

 

ist bald zu sehen

 

Sie trug ihre Haare hochgesteckt. Sie waren schwarz und gewellt. Ihre Augen tiefes Grün wie ein Bergsee. Sie hatte sich heute wieder ihre schwarzen Lackstiefel angezogen und den kurzen Minirock aus rotem Leder. Sie trug keine Unterwäsche einfach weil sie das Gefühl genoss diese Hitze ihrer Schenkel und den leichten Windhauch der Vollmondnacht. Bei Vollmond nahm sie niemals Freier an. Denn da waren alle verrückt. Das hatte sie schnell raus gefunden. Damals in der Zeit wo sie dieses Gewerbe lernte und jeden Tag als sie Morgens aufwachte gekotzt hat. Auch das ist lange vorbei. Sie war unabhängig. Sie suchte sich ihre Freier aus und diese suchten sie. Ihrem Zuhälter ist sie entkommen in dem Sie sich frei gekauft hatte. Durch Glück und viel geschickt hatte sie an der Börse viel Geld verdient. Den Preis den ihr Zuhälter damals von ihr verlangt hat konnte sie an einem Tag bezahlen. Seither bekommt Sie jeden Schutz den sie braucht, doch sie ist frei und niemanden verpflichtet. 

Neben ihr bremste ein Wagen scharf ab. Sie bemerkte es zwar doch das war ja nicht ungewöhnlich in dieser Gegend. Sofort stürzten sich einige junge Huren auf den Wagen, bereit ein Geschäft zu machen. Die Tür öffnete sich, und ein Mann wie ein Berg stieg aus. Sie blieb doch stehen, denn irgendetwas hielt sie einfach fest sie konnte nicht sagen was doch es war als ob sie vor einer Mauer aus Glas stand. Sie wendete den Blick dem Wagen zu und bemerkte diese seltsame Kühlerfigur, sie hatte schon alle möglichen Wagen gesehen und längst auf gegeben überrascht zu sein. 

Verschwindet Hurenpack!!!!!!“

Warum auch immer, doch diese Worte erschütterten sie bis tief in ihre Seele. Mehr aus Wut als aus Angst wollte sie sich umdrehen, da öffnete sich das hintere Fenster des schwarzen Autos und sie hörte diese unfassbare Stimme. 

„Du nicht!“ 

Kaum waren die Worte ausgesprochen hörte sie das klingen einer Münze am Boden vor ihr. Sie sah hin es war eine ca 8 cm große Goldmünze. In ihr stieg eine unglaubliche Hitze auf, die Hitze Ihres Zorns, sie kannte das. Sie ist und war eine Hure, doch niemand seit langem durfte es wagen zu denken das er sie einfach kaufen kann. NIEMAND. Welch unglaubliche Frechheit war diese Geste. Das Fenster schloss sich wieder und die Tür ging auf. Keine Worte mehr sie hatte bemerkt das auch der Fahrer wieder eingestiegen ist. Es war unglaublich diese Szene. Alles in ihr sträubte sich doch sie konnte sich nicht bewegen.

Diese Münze, die Worte „Du nicht“ diese Stimme ausgesprochen als würde sie unter Millionen ausgewählt worden sein, die offene Tür. Sie fühlte in ihrer Seele ein so tiefe Lust ein solches ziehen eine Sehnsucht in ihr – nur Ihr  Körper ihr Herz und ihr Stolz standen noch immer hier am Bürgersteig. Sie fühlte wie der Mond hinter einer Wolke hervorkam. Für einen kurzen Moment konnte sie im Wagen vor ihr eine Hand sehen. Diese Hand war gehüllt in einen weißen Handschuhe und am Ende wo gleich die Jacke begann meinte sie graue Haare zu sehen. Viele!

Sie war verwirrt. Doch diese offene Tür strahlt so viel Unendlichkeit aus, als ob diese Szene nur für sie geschaffen wurde das es egal wäre wie lange es gedauert hätte es war einfach klar das sie einstieg in diesen Wagen. Vollmondnacht!  Alle sind verrückt. Sie wollte keine Freier heute Abend. Sie hatte es nie gemacht auch damals nicht als sie noch in die „Lehre“ ging. Doch diese Nacht heute sie fühlte sich so unendlich an.

Wie in Trance bückte sie sich nach der Goldmünze hob sie auf, steckte sie in ihren Rock und mit einem langen Schritt stieg sie in den Wagen. Sie fröstelte nicht weil es kalt war. Die Dunkelheit. Die Tür schloss sich. Der Wagen setzte sich in Bewegung und raste davon.

Sie war wie benommen. Gefangen in einem Traum. War dies alles echt oder ein Traum. Sie konnte es nicht sagen. Sie wollte nur eines wissen wer dieser Fremde war, deshalb öffnete sie den Mund:

Verdammt was glauben sie wer sie sind und wohin fahren wir?“ sie konnte ihren Zorn nicht unterdrücken.

Dieses Goldstück das du bekommen hast ist nicht dein Lohn, es ist der Lohn für den Fährmann. Denn an diesem Abend hast du genau zwei mögliche Ziele. Erfüllt zu werden oder zu sterben.“ Diese Worte klangen zu ihr nicht aus einer Richtung nein sie hatte das Gefühl als würde es aus jedem nur erdenklichen Winkel des Wagens kommen. Ihr Herz raste. Verdammt genau das hatte sie erwartet gefangen in einem Irrsinn bei Vollmond. Sie merkte wie das Auto noch schneller fuhr. Sie hatte keine Ahnung wo sie waren. Wäre es nicht schon dunkel vor ihren Augen jetzt wäre sie fast in Ohnmacht gefallen. Doch ihre Neugierde ihr Stolz ihr gesamtes Selbst hielten sie aufmerksam.

Ich möchte, dass sie den Wagen anhalten und mich aussteigen lassen.“ Sie sagte das mit ihrer dominantesten Stimme, sie hatte mächtige Männer in Ihrem „Zimmer“ zum weinen gebracht. Nein vor Männer hatte sie sich niemals gefürchtet. Doch hier war alles anders. Hier gab es eine Spannung die sie beunruhigte, es lag etwas in der Luft das sie noch nie in ihrem Leben empfunden hatte. Sie fühlte sich vollkommen offen.

Greif neben Dich auf den Sitz da liegt eine Augenbinde, lege sie an.“

Nein“ war ihre Antwort

Im selben Moment hörte sie ein Zischen das durch die Luft drang und sie fühlte diesen brennenden Schmerz auf ihrer linken Wange.

Durch die Dunkelheit hätte sie niemals eine Chance einem Schlag auszuweichen. Was sollte sie tun?

Sie fühlte Wut – Zorn – Neugierde in ihr – was wird geschehen – was wird mit ihr geschehen sie fühlte sich ohnmächtig – sie spürte dies ungeheure Anziehung und diese verwirrende Tiefe in ihrer Seele – es war als stürzte ein riesiger Fluss in ein Loch in ein dunkles Loch es erzeugte in ihr einen unglaublichen Sog – wohin – Vollmondnacht – irre.

Sie griff nach der Augenbinde – legte sie an und wartete – wartete was passieren würde wartete was auf sie zu kommt – nein kein ergeben – es war ein Schritt aber keine Aufgabe ihrer selbst – sie wartete.

Im nächsten Moment fühlte sie einen heißen Lufthauch auf ihrem Gesicht und dann hörte sie dieses metallene Geräusch wie das aneinander schlagen von Messer – jedoch viel feiner und das Geräusch war auch höher – die Klingen berührten sie  knapp und schnitten ihr enges Top auf und ihre Brüste lagen frei – die Fetzen ihres Kleidungsstücks spürte sie noch unter ihren Achseln – doch auch diese wurden ihr runtergerissen .