Schleifstein in den Bergen am Brunnen

 

Das Geräusch des Schleifsteins der langsam über das Messer gezogen wurde war das einzige Geräusch das hörbar war. Manchmal auch das Rasseln einer Kette. Immer dann wenn der Schleifstein zu fest zu schnell über das Messer gezogen wurde. Das Messer funkelte in seiner Hand. Die Abendsonne reflektierte sich darin. Flecken überzogen an wenigen Stellen wie Sommersprossen im Gesicht eines bezaubernden Mädchens das Messer. Auf dem ersten Blick mag es aussehen wie Rostflecken. Doch es waren winzige kleine Blutstropfen. Würde er hoch sehen von seinem Sitzplatz könnte er die riesige Bergkette am Horizont sehen die bestrahlt wird von der Abendsonne. Darüber Wolken – oberhalb der Baumgrenze lag noch immer Schnee. Es war Anfang Juni und es lag da noch immer Schnee. Der Schleifstein in seiner kräftigen Hand folgte dessen Bewegungen und die Klinge sie war scharf wie ein Rasiermesser. Hinter ihm das Haus es war ein zweistöckiger Bau. Mit einem Balkon der im ersten Stock rund um das Haus ging und von Blumen umrandet wird. Hätte er jemals einen Blick dafür verschwendet wäre ihm aufgefallen das er in einem wunderschönen Landhaus lebt. Es war der Sommersitz seiner Betreuerin. Sie kam 2 mal die Woche um nach ihm zu sehen. Ihn zu baden. Er verstand oft nicht was da vorging, er hat es nie verstanden auch nie darüber nachgedacht es einfach hingenommen. Sie kam schlug ihm mit der Gerte übers Gesicht – seine Betreuerin – dann öffnete sie die Kette an seinem Fußgelenk und er folgte ihr ins Badezimmer wo schon das Wasser in der Wanne auf ihn wartete. Kaltes Wasser – oft schrubbte Sie ihn ab – sprach niemals auch nur ein Wort. Es entstand in ihm so ein seltsames Gefühl – breitete sich um seine Hüften aus – trotz dem kalten Wasser wurde es ihm irgendwie warm.

Er hörte von ganz weit weg das Bellen eines Hundes. Er hasste diese Hunde. Sie stanken so unendlich. Doch noch mehr hasste er diese Hundeleinen. Vor allem diese mit dem Stahlnieten drinnen. Es war still in seinem Kopf – diese Stille sie machte ihn unruhig. Er hörte die Stimme seiner Herrin nicht. War sie mit ihm unzufrieden. Wollte sie ihn nicht mehr. Hatte er etwas falsch gemacht. Die Stimme seiner Herrin. Sie war wie der Sonnenstrahl am Morgen nach einem Gewitter. Sie war nicht da. Er kannte das er hatte das schon öfter erlebt. Die Stimme seiner Herrin, er folgte oft seiner inneren Unruhe. Stand auf und ging um den Brunnen herum. An einer bestimmten Stelle hörte er sie dann. Dann wusste er in welche Richtung er gehen musste. Solange er dann ging hörte er Ihre Stimme, “Warst du auch brav du nichtsnutziger Wicht?” Die Stimme seiner Herrin war wie ein Magnet. Das Bellen des Hundes. Wieder stieg ihm dieser Gestank in die Nase. Der Gestank eines Hundes an einer Hundeleine. Leine aus Leder. Mit Stahlnieten drinnen.