Gefangen genommen gepackt eingesperrt

 

Er konnte gut sehen war ja ja schon einige Zeit hier. Er und seine Freunde. Er war jung. verdammt jung. 12 Jahre alt. Es ist so lange her. Seine Augen blitzblau, sein Haar strohblond und dick. Er trug eine Jean, ein T-Shirt mit der Aufschrift – “Wir” und war barfuß. Es war Hochsommer. Der Keller Boden kalt und von Staub überzogen es war ein so witziges Gefühl auf seiner Fußsohle. Er lachte eben wieder denn sie waren 6 Kinder. Er sein bester Freund mit dem er praktisch immer rum hing außer beim schlafen. Dann noch die 4 Mädchen aus dem Haus. Es war ein Arbeiterhaus der nahen Ziegelfabrik – darin wohnten die Arbeiter mit Ihren Familien. Sandra, Alena, Caro und Doris. Er sah Doris an. Sie hatte schwarze lange Haare, die schönsten grünen Augen die er je gesehen hatte und ein Lachen bei dem er ständig ein komisches Gefühl in seiner Brust spürte. Sandra war 8 Jahre alt. Alena 10 und Caro und Doris beide waren Schwestern genau wie er 12. Sie spielten oft im Keller und sie waren eine ein geschworenes Team. Sein Freund – Morris – flüsterte Ihm etwas ins Ohr. Beide sahen sich an und er schmunzelte. Sah ihn an. Könnte Spaß machen. Er rief den 4 Mädchen zu – sie hatten sich versteckt im Keller – das sie hervorkommen sollten – ihm sei ein neues Spiel eingefallen.

Die 4 Mädchen kamen hervor lachten und meinten jaja nur weil ihr uns nicht findet – ihr findet ja nicht mal eure Nase in eurem Gesicht – sagte Doris als sie lachend auf uns zu kam. Sein Freund stupste ihn in die Seite. Er stupste ihn zurück und sah ihn gespielt böse an. Sandra wollte sofort wissen wie das neue Spiel dann nun ging.

„Gut “ sagte er „Wer sich als erster ausgezogen hat darf sich einen aussuchen und dessen Kleider irgendwo verstecken.“ Die 4 Mädchen lachten laut auf und sahen sich an – ja ja riefen sie – das ist ja total unfair du hast doch nur T-Shirt und Jean an – dann gewinnst du ja auf jeden Fall und ha ha ha glaubst wir sind blöde. Sie wollten schon davon laufen – er sagte na dann zieht euch doch mal vorab aus und habt auch nur 2 Sachen an?? Die 4 Mädchen blieben stehen. Doris sah ihn herausfordernd an – und was ist wenn du deine Sachen nicht findest – gehst dann nackt nach Hause?

Er wohnte ja nicht im Arbeiterhaus sondern 500 Meter entfernt. Würde er verlieren, das wäre echt peinlich. Die Mädchen wohnten ja oben im Haus und wären ja gleich über die Stiegen des Kellers hoch in ihren Wohnungen. Die 4 sahen sich an und Doris zog sich ihren Rock aus und ihre Schuhe und legte die leichte Weste ab. Stand da in T-Shirt und geblümter Unterhose. Genau wie die drei anderen Mädchen Sandra hatte noch T-Shirt und Jean an. Das kann ja lustig werden dachte er und sah Doris wieder an. Er spürte spürte diese Wärme in seinen Lenden aufsteigen. He was das denn dachte er kurz – doch er hatte keine Zeit. Schon wollten die 4 Mädchen und sein Freund voll Aufregung starten.

Wer sagt denn wann es los geht? Wollte Doris wissen. Er lachte auf griff nach seinem T-Shirt und rief jetzt. In Windeseile zog er es sich über den Kopf und Knöpfte die Hose auf riss sie von seinen Beinen und hatte kurz einen Blick auf Doris genau in diesem Moment fiel er um – stolperte und lag am Boden. Doris schrie auf – fertig! Verdammt entfuhr es ihm und er sah sie an. Sie stand da nackt und ihre grünen Augen sie funkelten siegessicher – er kniete sich hin um dann aufzustehen. Die Caro war auch nackt doch er hatte nur Augen für Doris.

Er stand auf – verdammt was das nun ein irres Gefühl in seinem Schritt. Doris sah ihn an – legte sich die Hand auf den Mund und lachte und warf dabei ihre Haare in den Nacken. Das Gefühl es ging ihm durch den ganzen Körper und es wurde ihm fast schwindlig er sah Doris vor sich ihr lachen ihre Augen ihr Haar und wie eine Explosion schoss es aus ihm raus. Eine ihm wohlbekannte Stimme brüllte los.

„Du verdammtes Dreckstück.“  Es war die Stimme seiner Mutter die sich über die Stufen den Weg runter gebahnt hatte Sie war dick und schnaubte. In Ihrer Hand hatte sie diese Hundeleine die Leine von Joker ihrem Labrador Weibchen. Sie holte weit aus und drosch ihm auf den Rücken die Leine mit den Stahlnieten drinnen kam von hinten unter der Achsel durch und traf so genau seine Nase seine linke Wange ein unendlicher Schmerz durch zog seinen Körper. Sie brüllte ihn an das er sich sofort anziehen soll und dann prügelte sie ihn über die Treppen hoch in den Vorraum zum Keller und weiter nach Hause. Sie sprach nichts – gab ihm aber immer einen harten Stoß in den Rücken und als er stürzte drosch sie mit der Leine auf ihn ein. Kein Wort. Nichts nur diese Hundeleine. Als sie zu Hause waren sperrte sie ihn im Keller in das Weinfass ein. Er hatte keine Ahnung was da eben passiert war. Gerade noch hatte er ein wunderschönes irre machendes Gefühl in ihm. Die lachenden Augen von Doris ihr wunderschönes schwarzes Haar. Jetzt saß er hier in diesem Weinfass. Es stank nach Rotwein. Er selbst stank nach dieser Hundeleine. Das Blut bildete kleine Rinnsale über seinem Gesicht und seinem Rücken Bauch Beine. Es war im plötzlich nur noch irre kalt. Er merkte auch dieses Gefühl in seiner Brust. Eisige Kälte. Durch ein Loch im Fass kam etwas Licht rein. Seine Finger berührten die Fassdauben. Sie waren glatt und schleimig. Wäre da nicht diese tausend Stimmen dieser Lärm in seinem Kopf es wäre Totenstille.

Schleifstein in den Bergen am Brunnen

 

Das Geräusch des Schleifsteins der langsam über das Messer gezogen wurde war das einzige Geräusch das hörbar war. Manchmal auch das Rasseln einer Kette. Immer dann wenn der Schleifstein zu fest zu schnell über das Messer gezogen wurde. Das Messer funkelte in seiner Hand. Die Abendsonne reflektierte sich darin. Flecken überzogen an wenigen Stellen wie Sommersprossen im Gesicht eines bezaubernden Mädchens das Messer. Auf dem ersten Blick mag es aussehen wie Rostflecken. Doch es waren winzige kleine Blutstropfen. Würde er hoch sehen von seinem Sitzplatz könnte er die riesige Bergkette am Horizont sehen die bestrahlt wird von der Abendsonne. Darüber Wolken – oberhalb der Baumgrenze lag noch immer Schnee. Es war Anfang Juni und es lag da noch immer Schnee. Der Schleifstein in seiner kräftigen Hand folgte dessen Bewegungen und die Klinge sie war scharf wie ein Rasiermesser. Hinter ihm das Haus es war ein zweistöckiger Bau. Mit einem Balkon der im ersten Stock rund um das Haus ging und von Blumen umrandet wird. Hätte er jemals einen Blick dafür verschwendet wäre ihm aufgefallen das er in einem wunderschönen Landhaus lebt. Es war der Sommersitz seiner Betreuerin. Sie kam 2 mal die Woche um nach ihm zu sehen. Ihn zu baden. Er verstand oft nicht was da vorging, er hat es nie verstanden auch nie darüber nachgedacht es einfach hingenommen. Sie kam schlug ihm mit der Gerte übers Gesicht – seine Betreuerin – dann öffnete sie die Kette an seinem Fußgelenk und er folgte ihr ins Badezimmer wo schon das Wasser in der Wanne auf ihn wartete. Kaltes Wasser – oft schrubbte Sie ihn ab – sprach niemals auch nur ein Wort. Es entstand in ihm so ein seltsames Gefühl – breitete sich um seine Hüften aus – trotz dem kalten Wasser wurde es ihm irgendwie warm.

Er hörte von ganz weit weg das Bellen eines Hundes. Er hasste diese Hunde. Sie stanken so unendlich. Doch noch mehr hasste er diese Hundeleinen. Vor allem diese mit dem Stahlnieten drinnen. Es war still in seinem Kopf – diese Stille sie machte ihn unruhig. Er hörte die Stimme seiner Herrin nicht. War sie mit ihm unzufrieden. Wollte sie ihn nicht mehr. Hatte er etwas falsch gemacht. Die Stimme seiner Herrin. Sie war wie der Sonnenstrahl am Morgen nach einem Gewitter. Sie war nicht da. Er kannte das er hatte das schon öfter erlebt. Die Stimme seiner Herrin, er folgte oft seiner inneren Unruhe. Stand auf und ging um den Brunnen herum. An einer bestimmten Stelle hörte er sie dann. Dann wusste er in welche Richtung er gehen musste. Solange er dann ging hörte er Ihre Stimme, “Warst du auch brav du nichtsnutziger Wicht?” Die Stimme seiner Herrin war wie ein Magnet. Das Bellen des Hundes. Wieder stieg ihm dieser Gestank in die Nase. Der Gestank eines Hundes an einer Hundeleine. Leine aus Leder. Mit Stahlnieten drinnen.